Jetzt klug sein: Einnahmen in die Zukunft investieren

23 Mai 2022

Jetzt klug sein: Einnahmen in die Zukunft investieren

Lieferschwierigkeiten und Steigerungen bei den Materialkosten verunsichern gerade viele Betriebe im Elektro- und SHK-Handwerk. Investitionen können jetzt trotzdem sinnvoll sein.

Trotz guter Auftragslage blicken viele Betriebe im Elektro- und SHK-Handwerk derzeit in eine ungewisse Zukunft. Rasante Preissteigerungen bei Material und Energie machen die Kostenkalkulation immer schwieriger. Die langen Lieferzeiten für dringend benötigtes Material sorgen außerdem für ärgerliche Verzögerungen auf vielen Baustellen. In dieser Situation sind viele Betriebe zurückhaltend, wenn es darum geht, Geld in die eigene Zukunft zu investieren. In der jüngsten Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Trier etwa gab nur jeder fünfte Betrieb an, er plane im kommenden Quartal größere Investitionen.

 

Dabei ist es gerade jetzt wichtig, heute schon an morgen zu denken. Schließlich legen Handwerksbetriebe mit Investitionen den Grundstein dafür, dass sie auch in Zukunft konkurrenzfähig sind. Betriebe, die hingegen jahrelang kein Geld in die Hand nehmen, verlieren nicht nur den Anschluss an wichtige Entwicklungen in der Branche, sondern verursachen auch unnötig hohe Kosten und sind nicht zuletzt weniger attraktiv für begehrte Auszubildende und Fachkräfte. Um die Ausgaben möglichst gleichmäßig zu verteilen, sollten sich Inhaber kontinuierlich mit Investitionen in ihren Betrieb beschäftigen. In diesen Bereichen machen sich Investitionen besonders bezahlt:

 

Energetische Sanierung: Schlecht gedämmte Werkzeug- und Lagerhallen, einfachverglaste Bürofenster und veraltete Heizungsanlagen sorgen für unnötigen Energieverbrauch. Betriebe, die hier investieren, tun nicht nur etwas für die Umwelt, sondern reduzieren auch langfristig ihre laufenden Heizkosten. Oft muss dabei nicht immer gleich das komplette Firmengebäude saniert werden, manchmal sorgen schon einzelne Maßnahmen für eine höhere Energieeffizienz.

 

Digitalisierung der Betriebsabläufe: Egal, ob die Videokonferenz mit den Kunden, die digitalisierte Auftragsabwicklung oder das Online-Baustellenmanagement: Handwerksbetriebe, die die Abläufe in ihrem Betrieb digitalisieren, können ihren Kunden einen größeren Service bieten und verbessern gleichzeitig die internen Arbeitsabläufe, das spart Zeit und Geld. In einer Umfrage der Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) gaben die Befragten außerdem an, dass sie dank Digitalisierung mehr Bewerbungsschreiben über ihre Homepage erhielten, leichter mit anderen Firmen in Kontakt kamen und neue Kunden auf den Betrieb aufmerksam wurden.

 

Maschinen und Werkzeuge: Die Instandhaltung des täglichen Arbeitsmaterials sollte für Handwerksbetriebe eine Selbstverständlichkeit sein. Nur intakte Maschinen und Werkzeuge ermöglichen eine qualitativ hochwertige Arbeit. Gerade hier sind daher dauerhaft Investitionen nötig. Gerade bei technischen Neuerungen können außerdem Neuanschaffungen nötig sein.

 

Aus- und Fortbildung der Beschäftigten: Motiviertes und gut ausgebildetes Personal ist das wichtigste Kapital jedes Handwerksbetriebs. Daher ist es sinnvoll, bei Investitionen nicht nur an Sachwerte, sondern auch an Seminare und Schulungen zu denken. Betriebe, die ihren Beschäftigten die Möglichkeit geben, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln, profitieren nicht nur von der hohen Fachkompetenz des eigenen Personals, sondern auch vom Image als attraktiver Arbeitgeber.

 

Spezialisierung: Handwerksbetriebe, die sich auf bestimmte Tätigkeiten spezialisieren, können sich ihre Arbeit häufig besser bezahlen lassen. Außerdem haben sie oft auch die Wahl, für welche Kunden sie arbeiten möchten. Durch gezielte Investitionen in Maschinen und Werkzeuge sowie die Aus- und Fortbildung des Personals können Handwerksbetriebe ihr Profil schärfen. Damit die Stärken eines Betriebs beim Kunden ankommen, gehören auch die passenden Werbemaßnahmen zu einer solchen Spezialisierung dazu.

 

Firmen, die erkannt haben, dass Investitionen ihren Betrieb langfristig voranbringen, sollten diese Ausgaben gut planen und seriös kalkulieren. Schließlich müssen die laufenden Kosten etwa für Zinsen und Tilgung eines Kredits auch dann bezahlt werden, wenn die Auftragslage schlechter wird oder Kunden ihre Rechnungen nicht pünktlich zahlen. Um unnötige Kosten zu vermeiden, sollten sich Handwerksbetriebe außerdem erkundigen, ob es für ihre Investitionen staatliche Förderprogramme gibt. Und nicht zuletzt lohnt sich auch beim Abschluss eines Kredits ein genauer Kostenvergleich. Bei den Kreditzinsen gibt es mitunter große Unterschiede, nicht immer ist die Hausbank dabei die beste Wahl.

 

Wir sind für dich da

Wir beraten dich
Tel. +49 511 61599-554
info(at)e-masters.de

Unsere Servicezeiten

Montag - Donnerstag
07:30 bis 17:00 Uhr

Freitag
07:30 bis 13:30 Uhr