Zuverlässig und sicher durch den dichten Stadtverkehr

10 Oktober 2022

Zuverlässig und sicher durch den dichten Stadtverkehr

Umweltzonen, gestiegene Bußgelder und eine komplizierte Parkplatzsuche: So meisterst du die Herausforderungen auf dem Weg zum Kunden.

Wenn du viele Aufträge bei Kunden in der Innenstadt hast, brauchst du mitunter viel Geduld und starke Nerven. In immer mehr Großstädten gelten auf viel befahrenen Straßen Fahrverbote für Dieselfahrzeuge. Hintergrund sind EU-weit festgelegte Schadstoff-Obergrenzen in der Luft. Wenn deine Mitarbeiter mit Dieselfahrzeugen unterwegs sind, musst du dir in der Regel aber keine Sorgen machen. Vielerorts gibt es Ausnahmeregelungen für Handwerksbetriebe, sodass die Fahrzeuge von einem Fahrverbot befreit sind. Voraussetzung ist meist, dass du mit dem Fahrzeug Material oder Werkzeug transportierst, das du zwingend beim Kunden (in der Umweltzone) benötigst. Weil jede Kommune selbst über solche Ausnahmeregelungen entscheidet, lohnt es sich, wenn du dich vorab beim zuständigen Straßenverkehrsamt darüber informierst, welche Regeln auf dem Weg zu deinen Kunden gelten.

 

Umweltzonen: Mit E-Autos auf der sicheren Seite

 

Auch wenn du keine Dieselfahrzeuge in deinem Fuhrpark hast, brauchen deine Autos und Lieferwagen in der Regel eine Umweltplakette – zumindest dann, wenn du in eine Umweltzone fahren möchtest. Wer ohne Umweltplakette in einer Umweltzone erwischt wird, muss ein Bußgeld von 100 Euro zahlen. Bundesweit gibt es mehr als 50 Umweltzonen. Je nach Schadstoffbelastung in der Luft kann es sein, dass die Zahl der Umweltzonen wächst oder bereits bestehende Umweltzonen um zusätzliche Straßen erweitert werden. Garantiert auf der sicheren Seite bist du mit einem Elektrofahrzeug. Einige KFZ-Hersteller bieten bereits Transporter an, die sich auch für Handwerksbetriebe eignen und auch die Reichweite der E-Fahrzeuge wird zunehmend größer. Wichtig zu wissen: Selbst dann, wenn du ein E-Auto fährst, musst du dir eine Umweltplakette besorgen. Weil E-Autos natürlich emissionsfrei unterwegs sind, gibt es in jedem Fall die grüne Plakette. Was etwas kurios klingt, soll den Ordnungsbehörden die Kontrolle in den Umweltzonen erleichtern.

 

Handwerkerparkausweis erleichtert Parkplatzsuche

 

Eine weitere Herausforderung auf dem Weg zu Kunden in der Innenstadt: Die Parkplatzsuche. Ein Handwerkerparkausweis spart hier reichlich Zeit und Nerven. Der Ausweis erlaubt es dir zum Beispiel, dein Auto im eingeschränkten Halteverbot oder auf Bewohnerparkplätzen zu parken. Außerdem musst du dich auf öffentlichen Parkplätzen teilweise weder um die erlaubte Höchstparkdauer noch um das Parkticket kümmern. Voraussetzung ist natürlich, dass du dienstlich unterwegs bist und, dass es in der Nähe keinen anderen freien Parkplatz gibt. Die genauen Regeln für den Handwerkerparkausweis können – ebenso wie die Kosten – regional unterschiedlich sein. Beantragen kannst du den Ausweis üblicherweise bei deiner Stadt- beziehungsweise Gemeindeverwaltung.

 

Höhere Bußgelder für Tempoverstöße und Parken in der zweiten Reihe

 

Wer ohne entsprechende Ausnahmeregelung falsch parkt, muss inzwischen mit hohen Bußgeldern rechnen. Im Rahmen der Reform des Bußgeldkatalogs im Herbst 2021 ist das Bußgeld für verbotswidriges Parken auf Geh- und Radwegen, sowie für das Parken und Halten in zweiter Reihe auf 110 Euro angehoben worden. Bei besonders schweren Verstößen ist sogar ein Punkt in Flensburg möglich. Neben deutlich höheren Bußgeldern für zu schnelles Fahren hält der Bußgeldkatalog noch weitere Neuerungen bereit. So dürfen Fahrzeuge ab einem Gewicht von 3,5 Tonnen innerorts nur noch in Schrittgeschwindigkeit rechts abbiegen. Außerdem droht nun ein Bußgeld, wenn Autofahrer beim Aussteigen aus dem Auto einfach die Tür aufreißen, ohne zuvor im Seitenspiegel zu schauen und dadurch möglicherweise Radfahrer und Fußgänger gefährden.

 

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