Sport und Bewegung im Arbeitsalltag
In drei Schritten gesünder leben
Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewegen sich 42,2 Prozent der Deutschen zu wenig. Die Folgen für die Gesundheit sind problematisch. Wer seinen Arbeitsalltag überwiegend sitzend verbringt, bei dem schrumpft mit der Zeit die Leistungsfähigkeit von Herz, Kreislauf, Atmung und Muskulatur. Wer sich hingegen regelmäßig bewegt, beugt damit zahlreichen Krankheiten vor. Bereits kleine Veränderungen erzielen große Erfolge. Die Techniker Krankenkasse bestätigt: Wer täglich drei mal zehn Minuten läuft, reduziert sein Herzinfarkt- und Krebsrisiko um 30 Prozent.
Dabei müssen Sie lediglich ein paar alte Gewohnheiten abgelegen, um mehr Sport und Bewegung in den Arbeitsalltag zu integrieren. Mit den drei folgenden Schritten können Sie Bewegung und Sport nach und nach zu einem festen Bestandteil Ihres Arbeitsalltages machen und dabei die körperliche Fitness und vor allem auch die Gesundheit nachhaltig stärken.
Schritt 1: Gehen Sie viel
Etwa 22 Minuten täglich genügen, um das Risiko auf einen vorzeitigen Tod um zehn Prozent zu reduzieren. Der Alltag bietet zahlreiche Möglichkeiten für ausreichend Bewegung. Bereits der Arbeitsweg kann effektiv genutzt werden. So können Sie Ihr Auto z. B. ein paar Straßen weiter weg parken, sodass die Entfernung einen kleinen Spaziergang von etwa zehn Minuten in Anspruch nimmt.
Wer nicht mit dem Auto zur Arbeit fährt, kann auch eine S-Bahn-Station früher aussteigen oder sich mit dem Fahrrad auf den Arbeitsweg machen. Kleine Fußmärsche können während der Mittagspause, nach Feierabend oder am Wochenende gemacht werden. Treppensteigen ist übrigens ein echter Kalorienkiller.
Schritt 2: Aufstehen
Rund 80.000 Stunden verbringt der durchschnittliche Büromensch im Laufe seines Arbeitslebens sitzend. Auch hier wirken Kleinigkeiten Wunder. Statt acht Stunden am Stück starr am PC zu sitzen, sollten Sie Ihre Sitzhaltung möglichst häufig wechseln. Besonders gut für den Rücken wirkt sich eine aufrechte Sitzhaltung aus. Noch wichtiger als eine dynamische Sitzhaltung ist es, das Sitzen immer wieder zu unterbrechen – auch wenn nur für eine kurze Zeit.
Schritt 3: Den Sport in den Arbeitsalltag integrieren
Mehr Sport und Bewegung im Alltag können wahre Wunder bewirken. So können Sie Krankheiten wie Herzinfarkte, Schlaganfälle, Bluthochdruck oder auch Alzheimer durch regelmäßiges Sporttreiben vorbeugen. 2-3-mal die Woche je 30 Minuten intensives Training reichen dafür vollkommen aus.
Probieren Sie sich doch einfach durch mehrere Sportangebote. Ob Fußball, Schwimmen, Fitness oder Golf – es stehen zahlreiche Optionen offen. Die Sportart muss zu einem passen und Spaß machen.
Wie können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter dabei unterstützen, mehr Sport in den Arbeitsalltag zu integrieren?
Sport und Bewegung können sich positiv auf den Beruf auswirken können. Die geistige Leistungsfähigkeit steigt und die krankheitsbedingten Ausfallzeiten gehen zurück. Arbeitgeber tun also gut daran, ihre Arbeitnehmer dabei zu unterstützen, mehr Sport in den Arbeitsalltag zu integrieren.
Sei es durch Plakate mit Fitnessübungen oder den klassischen Betriebssport. Auch Mitgliedsbeiträge für das Fitnessstudio können vom Arbeitgeber bezahlt werden. Zusatzleistungen wie diese sind bis zu 500 Euro im Jahr steuerfrei. Eine weitere Möglichkeit für Unternehmen ist es, die Beratungs- und Kursangebote der Krankenkassen im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung in Anspruch zu nehmen.
Quelle: www.deutsche-handwerks-zeitung.de
Unser Tipp: Lesen Sie in der IMPULSE 3/2019, die Mitte Juli erscheint, mehr über "Stärke, die von innen kommt."




