So punkten Handwerksbetriebe mit Nachhaltigkeit
„Nachhaltigkeit“ ist für die meisten Betriebe im Elektro- und SHK-Handwerk längst mehr als ein Modewort. Diese Chance sollten sie nutzen.
Heute schon an morgen denken – dieser Grundgedanke verbindet die Firmen in der Elektro- und SHK-Branche schon seit Jahrzehnten. Unter dem Schlagwort „Nachhaltigkeit“ hat dieses Ziel in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Egal, ob beim Einkauf im Supermarkt, bei der Planung des Sommerurlaubs oder der Suche nach einem neuen Auto: Nachhaltigkeit spielt in unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle, auch auf der politischen Bühne. Im Kern geht es dabei darum, so zu leben, dass auch spätere Generationen noch eine lebenswerte Zukunft haben.
Was etwas blumig klingt, wird im Elektro und SHK-Handwerk konkret. Die Betriebe nehmen beim Wandel zu einer nachhaltigen Welt eine Schlüsselrolle ein. Denn egal, ob Ladesäulen für Elektrofahrzeuge, Photovoltaik-Anlagen oder gut gedämmte Gebäudefassaden – nur mit Fachleuten aus dem Elektro- und SHK-Handwerk lässt sich all das umsetzen.
Starkes Argument für den Nachwuchs
Ein Beispiel: Durch die intelligente Steuerung einer Heizungssteuerung lässt sich der Energieverbrauch um bis zu 15 Prozent reduzieren. Die Modernisierung einer Heizungsanlage, etwa durch zusätzliche Dämmung, kann den CO2-Ausstoß sogar um bis zu 40 Prozent senken. Anlagenmechaniker arbeiten also tagtäglich im Zeichen des Umweltschutzes.
Doch Nachhaltigkeit ist noch viel mehr. Die Digitalisierung ist ein weiterer wichtiger Baustein zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Hier ist das Elektrohandwerk gefragt. Schließlich sollen bis zum kommenden Jahr mehr als 20 Millionen Glasfaseranschlüsse zur Verfügung stehen. Nur mit Fachleuten aus dem E-Handwerk finden die Glasfaserkabel den Weg vom Bürgersteig in die Gebäude.
Das sind nur einige Beispiele, die deutlich machen, was vielen Menschen nicht bewusst ist: Das Elektro- und SHK-Handwerk sind die Motoren der Nachhaltigkeit. Bei der Suche nach Auszubildenden kann das ein entscheidendes Argument sein, schließlich legen gerade junge Leute zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit. Betriebe, die diese Chance nutzen möchten, müssen deutlich machen, warum ihre Branche für eine nachhaltige Welt so wichtig ist.
Neben dem Kern ihrer täglichen Arbeit können Handwerksbetriebe jedoch noch mehr tun, um sich als nachhaltige Unternehmen zu profitieren:
- Umweltfreundliche Dienstwagen: Handwerker sind viel unterwegs, wie wäre es da mit einem Elektro-Auto? Wenn die Wege kurz und das benötigte Material überschaubar sind, können unter Umständen auch (elektrische) Lastenräder eine Alternative zum klassischen Transporter sein.
- Lieferanten aus der Region: Kurze Wege bei den Lieferketten reduzieren den CO2-Ausstoß, außerdem stärken Betriebe so die heimische Wirtschaft.
- Energieverbrauch reduzieren: Was für die Kunden gilt, gilt natürlich auch für den eigenen Betrieb: Durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Lagergebäudes, sowie eine moderne Heizungsanlage und eine gute Dämmung der Büroräume, lässt sich der Energieverbrauch eines Handwerksbetriebs reduzieren.
- Abläufe digitalisieren: Vor allem in der Buchhaltung lässt sich durch die Digitalisierung reichlich Papier sparen. Oft spart eine solche Umstellung nicht nur Ressourcen, sondern auch noch Zeit und damit Geld.
- Gesellschaftliches Engagement: Durch ein Engagement für soziale oder ökologische Projekte vor Ort, können Handwerksbetriebe ihren Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten.
Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil
Der Einsatz für Nachhaltigkeit ist am Ende mehr als nur eine nette Sache, sondern trägt ganz entscheidend zum Image eines Betriebs bei. Eine Firma, die sich für nachhaltige Ziele engagiert, signalisiert, dass sie bereit ist, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen und, dass nicht allein der Profit im Vordergrund steht. Im Wettbewerb um Kunden und Fachkräfte kann das ein entscheidender Pluspunkt sein.
Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Betriebe auf ihren Einsatz für Nachhaltigkeit hinweisen, zum Beispiel auf der eigenen Homepage, in den Sozialen Netzwerken, sowie auf Werbeflyern und Berufsmessen.
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