So gelingt der Corona-Alltag im Handwerksbetrieb

19 Januar 2022

So gelingt der Corona-Alltag im Handwerksbetrieb

Auch nach fast zwei Jahren mit Corona stellt die Pandemie die Betriebe im Elektro- und SHK-Handwerk vor enorme Herausforderungen. Wer diese Aufgaben anpackt, wird gestärkt aus der Pandemie kommen.

Infektionsschutz erleichtern

 

So wenig Kontakte wie nötig, so viel Schutz wie möglich, das ist die Maßgabe in der Corona-Pandemie. Doch Handwerk lässt sich zu großen Teilen nicht im Homeoffice erledigen, daher ist der Infektionsschutz auf den Baustellen besonders wichtig. Neben klaren Vorgaben für die Beschäftigten, können Betriebe hier unterstützen, indem sie ihren Mitarbeitern die Hygienemaßnahmen so leicht wie möglich machen. Regelmäßig neue Masken für die Beschäftigten und kleine Fläschchen mit Desinfektionsmitteln für den Dienstwagen sind nur einige Möglichkeiten. Regelmäßig neue Masken für die Beschäftigten und kleine Fläschchen mit Desinfektionsmitteln für den Dienstwagen sind nur einige Möglichkeiten. Im Betrieb können außerdem mobile Waschtische mit integrierten Desinfektionsmittelspender dafür sorgen, dass sich das Virus in der Firma nicht verbreitet.


Neben diesen ganz konkreten Maßnahmen für den Arbeitsalltag, sollten die Verantwortlichen eines Handwerksbetriebs eine Bestandsaufnahme machen und überprüfen, wie die Firma auf die aktuelle Krise, aber auch auf zukünftige Krisen vorbereitet ist. Was passiert, wenn auf einmal größere Teile der Belegschaft ausfallen? Gibt es Vertretungsregelungen? Wer hält im Krisenfall Kontakt zu örtlichen Behörden? Welche Alternativen gibt es bei Problemen mit den Lieferketten?

 

Professioneller Gesundheitsschutz

 

Corona kann außerdem ein guter Anlass sein, den Gesundheitsschutz im Betrieb grundsätzlich zu überprüfen und gegebenenfalls neu aufzustellen. Möglich ist das zum Beispiel mit einer betrieblichen Krankenversicherung. Dabei schließen Arbeitgeber für die Belegschaft eine Zusatzversicherung ab. Die springt dann ein, wenn die normale gesetzliche Krankenversicherung nicht zahlt, etwa bei Zahnbehandlungen, Sehhilfen oder für die Chefarztbehandlung im Krankenhaus. Für den Handwerksbetrieb hat eine solche Zusatzversicherung gleich zwei Vorteile: Neben Mitarbeitern, die sich bewusst mit der eigenen Gesundheit auseinandersetzen und so im Idealfall seltener krank sind, ist eine betriebliche Krankenversicherung ein Pluspunkt, wenn es darum geht, begehrte Fachkräfte zu gewinnen. Auch das ist ein Grund, warum die Zahl der Betriebe, die ihrer Belegschaft eine solche Zusatzversicherung anbieten, nach Angaben des Verbands der Privaten Krankenversicherungen zuletzt um fast 30 Prozent gestiegen ist.

 

Während die betriebliche Krankenversicherung eine freiwillige Zusatzleistung jedes Unternehmens ist, kommen auch kleine Firmen um einen Betriebsarzt nicht herum, er ist bereits ab einem Angestellten gesetzlich vorgeschrieben. Allerdings bedeutet dies nicht, dass jeder kleine Handwerksbetrieb einen eigenen Mediziner einstellen muss. Wenn Unfallversicherung, Berufsgenossenschaft oder Behörden nachfragen, muss der Arbeitgeber jedoch klarmachen, von welchem Mediziner sich der Betrieb im Zweifel beraten lässt. Ein solcher Betriebsarzt kann in der Corona-Pandemie nicht nur beurteilen, an welchen Stellen das Infektionsrisiko im Betrieb besonders hoch ist, er kann auch etwa unkompliziert Impfungen für die Beschäftigten organisieren.

 

Kunden regelmäßig informieren

 

Nicht nur für die Verantwortlichen in den Betrieben, auch für die Kunden ändern sich die Corona-Regeln teilweise im Wochenrhythmus – und das sorgt für Fragen und Verunsicherung: Trägt der Monteur eine Maske, wenn er zu mir in die Wohnung kommt? Ist es in Zeiten von Kontaktbeschränkungen möglich, dass Handwerker in Haushalten tätig werden? Kann das Beratungsgespräch auch telefonisch oder per Videokonferenz stattfinden?

Gerade in der aktuellen Situation ist es wichtig, die Sorgen und Bedenken der Kundschaft ernst zu nehmen, und sie über die aktuellen Regelungen in Bezug auf den Kontakt mit dem Handwerksbetrieb zu informieren. Am besten gelingt das über eine professionell gestaltete Homepage und regelmäßige Informationen etwa bei Facebook oder Instagram. Betriebe, die ihre Kunden hier an die Hand nehmen, sparen sich nicht nur zeitaufwändige Telefonate, sondern schaffen vor allem Vertrauen – auch für die Zeit nach der Pandemie.

 

 

 

 

 

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