Pressearbeit für Handwerksbetriebe: So geht es richtig

22 August 2022

Pressearbeit für Handwerksbetriebe: So geht es richtig

Mit diesen fünf Tipps kommen Betriebe im Elektro- und SHK-Handwerk groß raus.

Du hast eine aktuelle Homepage, du bist auf Facebook und Instagram aktiv und schaltest regelmäßig Werbeanzeigen? Dann bist du auf einem guten Weg, damit Kunden und Fachkräfte auf deinen Betrieb aufmerksam werden. Doch das Potenzial ist möglicherweise noch nicht ganz ausgeschöpft: Eine gute Pressearbeit sorgt dafür, dass dein Betrieb als kompetenter Ansprechpartner im Handwerk wahrgenommen wird. Viele Redaktionen von Zeitungen, Magazinen oder Onlineportalen freuen sich, wenn sie von Handwerksbetrieben aus der Region gut aufbereitete Inhalte bekommen. Diese fünf Tipps helfen dir dabei, groß rauszukommen.

 

1. Der passende Anlass

 

Du fragst dich vielleicht, worüber du überhaupt berichten sollst, schließlich bist du doch ein ganz normaler Handwerksbetrieb, was soll da schon interessant sein? Die Antwort ist: Eine ganze Menge, erst recht in der aktuellen Zeit. So sind zum Beispiel Digitalisierung und Klimaschutz, gerade die ganz großen Fragen unserer Zeit. Die Medien berichten täglich darüber. Handwerksbetriebe aus dem Elektro- und SHK-Handwerk können hier jede Menge Fachwissen beisteuern. Die Themen liegen auf der Hand: Wie stelle ich meine Heizung so ein, dass ich möglichst wenig Energie verbrauche? Warum ist es jetzt sinnvoll einen hydraulischen Abgleich zu machen? Wie baue ich mein Smart Home so auf, dass ich mir keine Sorgen um den Datenschutz machen muss? All das sind Themen, die derzeit viele Menschen interessieren. Wenn du dich als Fachbetrieb dazu äußerst, hast du gute Chancen, dass dein Beitrag in den Medien landet. Hinzu kommen natürlich Themen, die deinen Betrieb betreffen: Ein Firmenjubiläum, der Tag der offenen Tür, eine neue Auszubildende oder der Umbau deiner Geschäftsräume – all das sind Anlässe, von denen die Öffentlichkeit erfahren sollte.

 

2. Verständliche Inhalte

 

Du kennst dich aus, du bist der Fachmann. Die große Herausforderung ist es, die Dinge so zu formulieren, dass auch diejenigen deinen Text verstehen, die nicht so tief im Thema stecken wie du. Was für dich völlig selbstverständlich ist, kann ein Laie möglicherweise nicht ansatzweise nachvollziehen. Wenn du möglichst Wissen wenig voraussetzt, auf Fachbegriffe verzichtest und deine Leserinnen und Leser auch bei komplizierten Themen an die Hand nimmst, kommt deine Botschaft wirklich an.

 

3. Die richtige Form

 

Viele Redaktionen haben keine Zeit. Sie freuen sich daher über gut gemachte Texte, mit denen sie möglichst wenig Arbeit haben. Das heißt für dich: Alle relevanten Informationen sollten möglichst früh in deinem Text auftauchen. Wer hat was wann warum gemacht? Und wieso sollten sich andere Menschen dafür interessieren? Eine spannende Überschrift ist ebenfalls hilfreich. In der Regel lockert es einen Text auf, wenn du neben den Fakten auch einige Zitate einbaust. Damit dein Text möglichst frei von Rechtschreibfehlern ist, kann es hilfreich sein, deinen Text jemand anderem zum Gegenlesen zu geben, bevor du ihn verschickst.

 

4. Gute Fotos

 

Oft ist es nicht der Inhalt, sondern vor allem das Bild, dass die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser auf sich zieht. Es lohnt sich daher, einer Redaktion neben einem Text immer auch einige Bilder zu schicken. Besonders überzeugend wirken Fotos, auf denen Menschen zu sehen sind: Mitarbeiter, Kunden oder du selbst. Natürlich solltest du dir vorher das Einverständnis der Fotografierten einholen. Ansprechende Fotos lassen sich zwar inzwischen auch schon mit einer guten Smartphone-Kamera machen, unter Umständen kann es aber auch sinnvoll sein, einen professionellen Fotografen damit zu beauftragen, einige Fotos in deinem Betrieb zu machen. Diese Bilder kannst du dann zu den passenden Gelegenheiten mit deinen Pressemitteilungen verschicken.

 

5. Ein relevanter Presseverteiler

 

Damit sich deine Mühe lohnt und die Pressemitteilung dort ankommt, wo sie wirklich gelesen wird, brauchst du einen guten Presseverteiler. Dazu reicht es nicht, wenn du deine E-Mail einfach an eine allgemeine Adresse einer beliebigen Redaktion schickst. Im Idealfall hast du einen konkreten Ansprechpartner, der bei der Zeitung, beim Magazin oder beim Internetblog für deine Themen zuständig ist. Oft gibt es regelmäßige Schwerpunkte zu Modernisierung, Hausbau oder energetischer Sanierung – das ist deine Chance. Um herauszufinden, wer sich in der Redaktion darum kümmert, reicht oft schon ein kurzes Telefonat. So hast du außerdem gleich die Gelegenheit, die Journalisten persönlich kennenzulernen. Wenn der Presseverteiler einmal steht, solltest du ihn etwa einmal im Jahr überprüfen: Sind die Ansprechpartner noch aktuell? Gibt es neue Medien, die von deinem Betrieb erfahren sollten? Meist hilft schon eine kurze Suche im Internet, um herauszufinden, welche Medien sich in deiner Region für deine Themen interessieren könnten.

 

 

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