Mit digitalen Prozessen gegen den Fachkräftemangel
Unternehmerin Martina Radtke erzählt in einem Kurzinterview, was ihren Familienbetrieb so erfolgreich macht
Martina Radtke teilt sich mit ihrem Bruder und ihren Eltern die Geschäftsführung der Elektro Radtke GmbH in Neulehe. Die Betriebswirtin hat die Zahlen im Blick und setzt auf digitale Prozesse – gerade in Zeiten des Fachkräftemangels.
Was war Ihre wichtigste Entscheidung als Unternehmerin?
Die Einführung einer neuen Software vor einigen Monaten – für Angebote, Abrechnungen, Bestellungen und vielem mehr. Das spart Zeit und schont die Nerven. Wir sind auch dabei, das noch weiter auszubauen.
Was bieten Sie Kunden, das Ihre Mitbewerber nicht haben?
Die permanente Erreichbarkeit: Wir sind Dienstleister für Industrie und Landwirtschaft. Da stehen die Maschinen nie still und die Kunden danken uns das – und sie nutzen diesen Service auch.
Welches Ziel wollen Sie als Unternehmen noch erreichen?
Unser nächstes Ziel ist, dass unsere Monteure unterwegs Tablets für die Auftragsbearbeitung nutzen und somit, als Schnittstelle zwischen Büro, Lager und Baustelle fungieren. Das wird unsere Prozesse noch weiter vereinfachen.
Was war Ihre härteste Bewährungsprobe?
Wir befinden uns mittendrin: der Fachkräftemangel. Wir müssen mit den Ressourcen, die wir haben, der Auftragslage begegnen – das ist eine wahre Herausforderung. Intern haben wir deshalb schon einige Arbeitsabläufe umgestellt.
Wie halten Sie sich und Ihren Betrieb leistungsfähig?
Wir bemühen uns, das Team durch Schulungen und neue Aufgaben fit zu halten. Schon während der Ausbildung bieten wir einen Termin pro Woche an, an dem die Azubis bei Bedarf den Stoff aus der Schule nacharbeiten können. Oft hilft das als Aufarbeitung und Festigung des Wissens. Und: Unsere Azubis bestehen die Gesellenprüfung meist überdurchschnittlich gut.
Quelle: www.handwerk.com




