Kein Ende der Preisrallye in Sicht
In der aktuellen Berichterstattung ist derzeit ein Thema präsent, wie kaum ein anderes:
Die steigenden Energiekosten. Ab dem kommenden Jahr wird Strom aufgrund erhöhter und teilweise neuer Abgaben deutlich teurer. Dies liegt vor allem an der Erhöhung der EEG-Umlage, die ab Januar 2013 von 3,6 auf rund 5,3 Cent pro Kilowattstunde steigen wird – eine Erhöhung um satte 47 Prozent.
Neben der Erhöhung der EEG-Umlage ist auch die Einführung einer Offshore-Umlage mit bis zu 0,25 Cent pro Kilowattstunde geplant. Erhöht wird auch die KWK-Umlage, die der Förderung der Kraft-Wärme-Kopplungstechnik dient. Sie liegt derzeit bei kaum wahrnehmbaren 0,002 Cent/KWh. Nächstes Jahr wird sie für Unternehmer mit einem Jahresverbrauch bis 100.000 kWh bei 0,126 Cent/kWh liegen, das wäre eine Erhöhung um das 45-fache. Unternehmen dessen Jahresverbrauch über 100.000 kWh liegt, zahlen für die darüber hinausgehenden Strombezüge 0,050 ct/kWh.
Doch damit ist noch kein Ende in Sicht: Im Windschatten der EEG-Debatte drehen derweil die Netzbetreiber gewaltig an der Preisschraube. Als Begründung werden hierfür die vermehrten Investitionen in die technische Ausstattung des Netzes angeführt, um die Mengen an Wind- und Solarstrom zu managen. Die der Bundesnetzagentur zur Genehmigung vorliegenden Preiserhöhungen für die Netzentgelte belaufen sich im Bundesdurchschnitt auf ca. 10 Prozent, umgerechnet somit ca. 0,5 ct/kWh.
Eine weitere Umlagenerhöhung trifft die Umlage nach § 19 Abs. 2 StromNEV, die in 2012 neu eingeführt wurde und mit der stromintensive Unternehmen entlastet werden sollen. Die Erhöhung wird im kommenden Jahr für Unternehmen bis 100.000 kWh von derzeit 0,151 Cent pro Kilowattstunde auf 0,329 Cent/KWh steigen. Unternehmen dessen Jahresverbrauch über 100.000 kWh liegt, zahlen für die darüber hinausgehenden Strombezüge 0,050 ct/kWh.
Insgesamt müssen sich gewerbliche Energieverbraucher durch Erhöhung der Abgaben und Umlagen sowie generell steigenden Brennstoffkosten und CO2-Preisen auf beträchtliche Preisanstiege einstellen. Dabei wird der Anteil der Kosten für Erzeugung, Transport und Vertrieb des Stroms im Vergleich zu den staatlichen Abgaben immer geringer.
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