Fuhrpark: Was sich 2020 ändert
Neue Schadstoffgrenzwerte, weitere Fahrverbote, höhere Bußgelder. Das neue Jahr bringt für Autofahrer und Fuhrparkverantwortliche einige wichtige Änderungen.
Digitalradio Pflicht in Neuwagen
Vom 21. Dezember 2020 an müssen Radios in neuen Fahrzeugen sowie neue stationäre Radiogeräte mit Display den Empfang und die Wiedergabe des Digitalradios DAB+ ermöglichen. Mit der Änderung des Telekommunikationsgesetzes setzt die deutsche Legislative Regelungen der Europäischen Union zur Interoperabilität beim Radioempfang in nationales Recht um.
Erhöhung der Bußgelder
Parken in zweiter Reihe, auf Geh- und Radwegen sowie das Halten auf Schutzstreifen soll statt 15 bis 30 Euro in diesem Jahr bis zu 100 Euro kosten oder sogar Punkte in Flensburg einbringen. Das sieht eine Verschärfung der Straßenverkehrsordnung vor. Auch dreiminütiges Halten auf Radfahrer-Schutzstreifen auf der Straße würde verboten. Autofahrern, die keine Rettungsgasse bilden, droht eine Geldbuße von bis zu 320 Euro (plus einen Monat Führerscheinentzug und zwei Punkte in Flensburg), vorher waren es 200 Euro.
Mehr Sicherheit für Radfahrer
Für das Überholen von Radfahrern durch Autos (auch von Fußgängern oder E-Tretrollern) soll künftig ein Mindestabstand von 1,5 Metern innerorts und von 2 Metern außerorts gelten. Ein Entwurf des Verkehrsministeriums sieht auch ein neues Schild vor, das Autos auf bestimmten Abschnitten das Überholen von Zweirädern ganz verbietet. Der grüne Pfeil für Rechtsabbieger soll auch für Radfahrer gelten.
Schadstoff-Grenzwerte für Autos
Ab Januar 2020 müssen alle neu typgenehmigten Modelle im RDE-Straßentest höchstens das 1,5-Fache des Laborgrenzwertes für Stickoxide einhalten (CF 1,5), dürfen also maximal 120 Milligramm pro Kilometer erreichen, ab Januar 2021 gilt diese Vorgabe für alle Pkw-Neuzulassungen in der EU. Die bisherige Euro-6d-TEMP-Norm wird damit zur Euro-6d-Norm.
Hardware-Nachrüstung für Diesel
Das Kraftfahrtbundesamt hat inzwischen einige SCR-Nachrüstsysteme für Euro-5-Diesel genehmigt, weitere werden folgen.
Tipp: Einige Autohersteller geben dafür Zuschüsse bis 3.000 Euro. Obwohl nachgerüstete Diesel immer noch Euro-5-zertifiziert sind, fallen sie dann nicht mehr unter die derzeit verhängten Fahrverbote.
Kfz-Versicherungsklassen ändern sich
Die Kfz-Versicherungen ändern 2020 die Typklassen. Die Neueinstufung des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bringt für 4,6 Millionen Autofahrer eine Verbesserung, rund 6,5 Millionen müssen sich auf steigende Beiträge einstellen – das entspricht rund jedem sechsten Auto in Deutschland.
Quelle: handwerk-magazin.de




