EU geht gegen Einwegbesteck und Geschirr aus Plastik vor
Um die immer größer werdende Umweltverschmutzung durch Plastikmüll zu reduzieren, hat die EU Einwegartikel aus Kunststoff ab 2021 verboten
Laut der EU-Kommission fallen jedes Jahr europaweit etwa 26 Millionen Tonnen Plastikmüll an, von denen nur 30 Prozent recycelt werden. Das soll sich bald ändern, denn die EU-Mitgliedstaaten haben die Aufgabe erhalten, eine Strategie zur Steigerung der Recyclingquote zu finden.
Der Grund: Wegwerf-Produkte aus Plastik machen über 70 Prozent der Abfälle im Meer aus. Dort wird es zu Mikroplastik, welches von Fischen gefressen wird und durch mehrere Wege wieder zu uns zurück gelangt – im Wasser, im Fisch und an den Stränden als Ablagerungen.
So hat die EU entschieden, dass Einwegprodukte bis 2021 vom Markt genommen werden. Nun muss nur noch die Regierung der Mitgliedsstaaten dem Plastikverbot zustimmen, damit es in Kraft treten kann. Die EU-Mitgliedsländer haben dann zwei Jahre Zeit, das Verbot umzusetzen und Wegwerf-Artikel komplett vom Markt zu nehmen.
Neben dem Verbot von Einwegbesteck sowie Geschirr sieht der Beschluss außerdem vor, dass Plastikflaschen besser gesammelt und wiederverwertet werden müssen. Bis 2025 sollen sie zu mindestens 25 Prozent aus recyceltem Material bestehen, bis 2030 sogar zu 30 Prozent.
Künftig sollen sich auch die Hersteller von Plastikverpackungen und die Tabakindustrie an Reinigungsaktionen der Strände beteiligen, da dort Unmengen an Müll und Zigarettenkippen landen.




