Datenschutz vs. Cyber-Crime
Daten sind das neue Gold – und bei Hackern und Cyberkriminellen herrscht Goldgräberstimmung!
Gerade mit Blick auf sensible Daten ist Prävention und Vorsorge unbedingt anzuraten.
Unternehmen, die mit personenbezogenen Daten umgehen, müssen sich stets mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) beschäftigen. Der sichere und DSGVO-konforme Umgang mit den „sensiblen Daten“ ist dabei für Unternehmen nicht immer ganz unproblematisch. Doch so komplex das Thema auch ist – bereits kleine Maßnahmen mit nur geringem Aufwand können helfen, den Umgang mit den Daten hin zu einem „besseren Datenschutz“ zu verbessern. Nachfolgend geben wir Ihnen hierfür drei wichtigen Tipps an die Hand:
Tipp 1: Ein regelmäßiges Backup bringt die notwendige Sicherheit
Wer sensible Daten speichert und verarbeitet, muss sie auch sichern. Nur so können sie zeitnah wiederhergestellt werden, wenn aufgrund von technischen Defekten, menschlichen Fehlern oder auch Hackerangriffen Datenverlust eintritt. Dann gilt nämlich: Kein Backup – kein Mitleid. Klingt vielleicht drastisch, macht aber deutlich, wie wichtig eine konsequente Datensicherung ist. Das gehört zu den absoluten Grundlagen des sicheren Umgangs mit personenbezogenen Kundendaten. Wer sich nicht regelmäßig um eine Datensicherung kümmert, geht ein großes Risiko ein. Beachten Sie dabei bitte, dass Sie die Daten immer auf einem externen Speichermedium sichern, dass in einem anderen Raum oder bestenfalls sogar in einem anderen Gebäude aufbewahrt wird. So wird dem Datenverlust nicht nur durch Cyber-Angriffe, sondern auch durch andere Risiken wie bspw. Brand oder Überspannung vorgebeugt.
Mit Blick auf Cyber-Angriffe durch Verschlüsselung von Daten, ist auch die regelmäßige Prüfung des Backups angeraten! Was bringt es sonst, wenn das Backup ebenfalls verschlüsselt wurde und man dies erst im Schadenfall feststellt…
Tipp 2: Ein gutes Passwort ist eine erste wichtige Hürde für Hacker
Hackerangriffe und Datendiebstähle haben in den vergangenen Jahren neue Dimensionen angenommen. Längst sind nicht mehr nur große Unternehmen oder kritische Infrastruktur davon betroffen. Insbesondere im Homeoffice gehen viele Menschen Kompromisse ein. Die Rechner sind daheim meist schlechter geschützt und bieten damit eine größere Angriffsfläche. Sichere Passwörter können hier schon eine erste wirkungsvolle Hürde aufbauen. Tipp: Passwörter sollten möglichst lang sein und nicht aus Wörtern bestehen, die so im Duden zu finden sind. Außerdem sollten Passwörter nicht mehrfach verwendet werden – pro LogIn ein eigenes Passwort. Wer den Überblick über die vielen Passwörter verliert, dem kann ein Passwortmanager, z. B. als App, Abhilfe schaffen.
Tipp 3: Bei der Cloud einen vertrauenswürdigen Anbieter suchen
Kaum ein Bereich wurde von den Entwicklungen zu Cyber-Sicherheit und Datenschutz so stark beeinflusst wie die Cloud, die inzwischen für so gut wie alle Unternehmen eine wichtige Technologie darstellt. Sie ermöglicht den Zugriff und den Transfer von großen Datenmengen. Doch was genau ist eine Cloud eigentlich? Einfach gesagt ist die Cloud ein Rechner von jemand anderem, nämlich einem externen Anbieter. Wichtig ist es also, sich einen vertrauenswürdigen Anbieter zu suchen, dessen Rechner man für die sensiblen Daten nutzt.
Unternehmen sollten sich die Datenschutzbestimmungen der Anbieter daher genau durchlesen. Abgesehen davon gibt es auch noch einen wichtigen regulatorischen Aspekt. Über die DSGVO ist geregelt, dass der Firmensitz des Cloud-Anbieters und auch die Server innerhalb der EU angesiedelt sein sollten.
Trotzdem unterschätzen viele Unternehmen die Gefahren aus der Cyberwelt und gehen davon aus, dass nur große Unternehmen für Hacker attraktiv sind. Doch das Gegenteil ist häufig der Fall: Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen stellen beliebte Ziele dar. Der Grund liegt auf der Hand. Im Gegensatz zu den großen Unternehmen, fehlt es kleinen und mittelständischen Unternehmen oft an finanziellen Mitteln, um einen entsprechenden Schutz gegen die sogenannte Cyberkriminalität einzurichten und aufrecht zu erhalten.
Nur durch eigene Prävention und Investition in die IT-Sicherheit kann die erste Hürde für Kriminelle aufgebaut werden. Hier helfen IT-Dienstleister und Berater. Die Cyberversicherung kann dann den „Fall der Fälle“ als letzte Instanz vor den finanziellen Folgen eines Angriffs bieten. Lassen Sie sich hierzu von uns beraten!




