Bumerang-Bewerber: Zurück im alten Job

10 Juli 2023

Bumerang-Bewerber: Zurück im alten Job

Viele Fachkräfte können sich vorstellen, in ihren alten Betrieb zurückzukehren. Diese Bewerber können zum echten Glücksgriff werden.

Man sieht sich bekanntlich immer zwei Mal im Leben. Das gilt möglicherweise auch für Fachkräfte, die deinen Betrieb verlassen haben und nun für die Konkurrenz arbeiten. Fast jeder Zweite (43 Prozent), der in den zurückliegenden drei Jahren den Job gewechselt hat, kann sich vorstellen, zu seinem alten Betrieb zurückzukehren. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Personalmarketing-Agentur Königsteiner Gruppe unter gut 1000 Beschäftigten.

 

Holst du ehemalige Beschäftigte zurück in deinen Betrieb, hat das eine ganze Reihe von Vorteilen. Ein wichtiger Pluspunkt: Die so genannte Bumerang-Bewerber kennen die Arbeitsabläufe gut und haben oft auch noch persönliche Kontakte zu deinem Team, die Einarbeitungszeit wird daher in der Regel wesentlich kürzer ausfallen als bei anderen Beschäftigten. Doch nicht nur die Bewerber wissen, worauf sie sich einlassen, auch du kannst den Mitarbeiter bestens einschätzen. Beim Blick auf die Stärken und Schwächen musst du dich nicht auf die typischen Bewerbungsunterlagen verlassen, sondern kannst auf deine Erfahrung aus einer jahrelangen Zusammenarbeit zurückgreifen. So sinkt das Risiko, dass dich der Bewerber enttäuscht.

 

Ein frischer Blick auf die Arbeitsabläufe

 

Und die Bumerang-Bewerber bringen noch einen Vorteil mit: In der Zeit, in der sie bei einem anderen Betrieb beschäftigt waren, haben sie Erfahrungen gesammelt, von denen auch du profitieren kannst. Möglicherweise haben sie sich fachlich weiterentwickelt, vielleicht haben sie aber auch andere Arbeitsabläufe kennengelernt, die sich auch auf deinen Betrieb übertragen lassen. Dieser Blick von außen, kann für frischen Wind in deinem Betrieb sorgen.

 

Und zu guter Letzt sind Bewerber, die zu einem Betrieb zurückkehren, in der Regel loyaler als andere Beschäftigte und wechseln meist nicht mehr so schnell den Job. Diese Treue sorgt für eine gewisse Sicherheit in deiner Personalplanung.

 

Bumerang-Bewerber wünschen sich Angebot vom alten Chef

 

Die Frage ist nun, wie du ehemalige Mitarbeiter dazu bringst, ihren aktuellen Job zu kündigen und erneut bei dir anzufangen – schließlich gab es ja mal einen Grund, warum sie deinen Betrieb verlassen haben. Wenn du einen Kandidaten im Blick hast, den du gerne wieder beschäftigen möchtest, kann es sich lohnen, die Initiative zu ergreifen. 21 Prozent der Befragten wünschen sich laut der Umfrage der Königsteiner Gruppe, dass sie ein direktes Angebot von ihrem früheren Chef bekommen. 17 Prozent können sich vorstellen, selbst eine Bewerbung zu schreiben.

 

Weil ein Jobwechsel für die Mitarbeiter immer mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, brauchst du gute Argumente. Eine wichtige Rolle spielen dabei natürlich die Rahmenbedingungen wie das Gehalt, Urlaubstage und die Wochenarbeitszeit. Richtig punkten kannst du aber in der Regel vor allem mit Weiterbildungsmöglichkeiten, besonderer Verantwortung in deinem Betrieb und Gehaltsextras wie einem Dienstfahrrad oder Zuschüssen zum Fitnessstudio. Besonders die Faktoren, die sich seit der ersten Anstellung in deinem Betrieb verändert haben, sind hier interessant. Wenn es gut läuft, wird so eine Bumerang-Bewerbung dann sowohl für deine Mitarbeiter als auch für dich zu einem echten Glücksgriff.

 

 

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