Mehr Geld für viele Azubis ab 2020
Der deutsche Bundestag beschließt Mindestlohn für Auszubildende
Der Bundestag hat eine Mindestausbildungsvergütung für Auszubildende beschlossen. Demnach erhalten Azubis ab 2020 im ersten Lehrjahr 515 Euro im Monat. Der Betrag wird in den folgenden Jahren schrittweise weiter erhöht - auf bis zu 620 Euro monatlich im ersten Lehrjahr. Auch im zweiten und dritten Ausbildungsjahr gibt es mehr. Ab 2024 soll der Azubi-Mindestlohn automatisch mit der Entwicklung der Lehrlingsgehälter steigen. Außerdem soll noch mehr Azubis eine Ausbildung in Teilzeit ermöglicht werden. Der Bundesrat muss der Reform noch zustimmen.
Die Bundesregierung will mit ihrem Gesetz die Berufsausbildung attraktiver machen und Abbrecherzahlen in der Ausbildung verringern. Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte im Bundestag, die duale Ausbildung sei neben "Made in Germany" ein Markenzeichen Deutschlands. Erfolg sei aber kein Selbstläufer, sagte sie mit Verweis auf nicht besetzte Lehrstellen.
Was die Abbrecherquote anbelangt sieht das handwerksnahe Ludwig-Fröhler-Institut (LFI) in München allerdings weitere Aspekte wichtiger an als nur die Vergütung: "Hauptpunkte sind immer das Betriebsklima, eine gute und breit aufgestellte Ausbildung sowie rechtzeitig unterbreitete Übernahme- und Karrieremöglichkeiten", sagte LFI-Bildungsexpertin Andrea Greilinger. Das LFI hat sich eingehend damit beschäftigt, wie Handwerksbetriebe Auszubildende finden und halten können.
Quellen: handwerk-magazin.de/tagesschau.de




