Ausbildung hat weiterhin hohen Stellenwert
Ergebnisse der dritten ZDH-Umfrage zur Situation der Handwerksbetriebe in der Corona-Krise
Fast 45 Prozent der Handwerksbetriebe planen im Herbst genauso viele oder mehr Auszubildende einzustellen wie im Vorjahr. Das ergibt die 3. Welle der Umfrage, die der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zu den Auswirkungen der Corona-Krise durchgeführt hat.
Ein Viertel der Betriebe ist verunsichert
Von den 2.700 befragten Handwerksbetrieben hinterfragen rund 25 Prozent ihr Ausbildungsengagement. Weitere 30 Prozent der Umfrageteilnehmer sind keine Ausbildungsbetriebe.
Leichte Entspannung bei Umsatzeinbußen und der Personalkapazität
Gegen Ende April gingen der Umfrage zufolge die Umsatzausfälle in den Betrieben leicht zurück. 68 Prozent der befragten Betriebe berichteten von Corona-bedingten Umsatzrückgängen. Das waren sechs Prozentpunkte weniger als in der Vorbefragung Anfang April. Dabei verringerten sich die Umsätze um durchschnittlich 53 Prozent. Die am stärksten betroffenen Branchen sind nach wie vor die Gesundheitshandwerke, die persönlichen Dienstleistungshandwerke sowie das Lebensmittel- und Kfz-Handwerk.
Leicht gesunken ist auch die Zahl der Auftragsstornierungen:
52 Prozent der Befragten berichten aktuell davon. Das sind 4 Prozentpunkte weniger als in der Vorbefragung. Die mit Abstand höchste Quote an stornierten Aufträgen weisen dabei die persönlichen Dienstleistungsgewerke mit 85 Prozent auf. In anderen Gewerken liegt diese Quote teils deutlich unter 50 Prozent.
Besser sieht es ebenfalls in puncto Personalkapazitäten aus:
Noch 28 Prozent melden im Gesamthandwerk den Ausfall von Mitarbeitern aufgrund von Erkrankungen, Quarantänemaßnahmen oder fehlenden Betreuungsmöglichkeiten für Angehörige. Fünf Prozentpunkte mehr waren es noch in der Befragung davor.
Das geschäftliche Umfeld stabilisiert sich auf geringem Niveau:
Etwa 61 Prozent der befragten Betriebe sehen eine Stabilisierung der Situation. Das sind 13 Prozentpunkte mehr als in der zweiten ZDH-Umfrage zur Corona-Krise. Die Umsatzausfälle im Handwerk seien damit zwar weiterhin hoch, aber nehmen mit einer geringeren Dynamik zu als in den Wochen zuvor.
Quelle: handwerk.com




